Die Themen des aktuellen Hefts

Die Weisheit, uns an den Rand zu stellen

  • Das Thema

    Demut und Demütigung

  • Im Wortlaut

    Experten im Jein

  • Römische Notizen

    Kolossale Umdeutung

  • Heiliger des Monats

    Der Engelsgleiche

  • Wort für den Weg

    Verkörperung der Weisheit

Editorial des aktuellen Hefts

Liebe Leserinnen und Leser,

Papst

Demütig bin ich – im besten Fall – aus eigenem Antrieb, gedemütigt werde ich von anderen. Das macht Demütigung so schwer erträglich. Und als Christ? Im geistlichen Glaubensvollzug jener, die Jesus nachfolgen, sollen Demut wie Demütigung Platz haben, darauf weist Papst Franziskus hin. Demütigung rührt aus seiner Sicht an das Wesentliche im Christentum, denn auch Jesus ließ Erniedrigung zu, ohne aufzubegehren.

Die Kirche ist in diesem Punkt einen weiten Weg gegangen. In der Gegenreformation entstand in der Kirche ein Triumphalismus, der das Stroh erlittener Demütigungen von Christen zu Gold spann. Beispiel Kolosseum: Die antike Vergnügungsstätte wurde als Symbol der frühen Christenverfolgung inszeniert und daher christlich überschrieben, obwohl sich nach heutigem Stand kein einziges christliches Märtyrertum im Kolosseum einwandfrei nachweisen lässt. In unserer Ökumene-Beilage gehen wir diesmal der Frage nach, was genau sich Papst Franziskus unter Einheit der Christen vorstellt. „Versöhnte Verschiedenheit“ ist das Stichwort, wir erklären es.

Gudrun Sailer




Aktuell: Auswertung unserer Umfrage zum Thema "Papst Franziskus" (PDF)

Der neue Papst in Text und Bild

Legendär, inspirierend und überraschend

Papst

Sie sind legendär, inspirierend und sehr oft sehr überraschend: die Predigten, die Papst Franziskus bei seinen Morgenmessen in Santa Marta hält. Der erste Band der Predigten war bereits ein großer Erfolg und wurde mit Begeisterung gelesen. Jetzt kommt der zweite Band mit neuen Predigten.

Das Entscheidende bei diesen Predigten ist gar nicht so sehr die spontane und manchmal überanschauliche Art, mit der Franziskus spricht. Das tut er auch bei anderen Gelegenheiten. Nein, es geht eher darum, dass er sich bei den Morgenmessen als das zeigt, als was er sich in erster Linie sieht: als Priester und Seelsorger. Früher in seiner Funktion als Jesuitenprovinzial oder Erzbischof und heute eben als Bischof von Rom und „Pfarrer von Santa Marta“.

Die Predigten sind deshalb nicht nur spirituelle Impulse, sondern auch ein Schlüssel zum Denken, zur Identität des Papstes – und damit ein Muss für alle, die Franziskus (noch) besser verstehen und kennenlernen wollen.

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Zeitschrift
  • März

    Es ist eine der stärksten Botschaften dieses Papstes und für ihn ein ständiger Kampf: das Nein zur Vergötterung des Geldes. Franziskus hat die Kapitalismuskritik zu einem zentralen Anliegen der politisch-sozialen Agenda seines Pontifikats gemacht und warnt regelmäßig vor einer „Wirtschaft, die tötet“. Mehr dazu erfahren Sie im Titelthema der nächsten Ausgabe. Außerdem wollen wir Sie auf dem Weg durch die Fastenzeit begleiten, mit einer neuen Folge der Gewissenserforschung und natürlich wieder prägnanten und bereichernden Zitaten des Papstes.